Fr., 16.04.2021 // 20:00

Larun: When the city sleeps

TUFA Trier – Großer Saal
Musik
Larun: When the city sleeps

Ein Jahr nach ihrem Bühnendebüt legen Larun mit ‚When The City Sleeps‘ das lang erwartete erste Studioalbum vor. Auf ihrem Erstlingswerk vereint die wohl internationalste Band der Szene Facettenreichtum, technische Perfektion und große Emotionen.

Die ersten aufwändig produzierten Musikvideos sprengten letztes Jahr innerhalb kürzester Zeit die Zehntausender-Marke, die Messlatte lag also sehr hoch. In die Produktion der ersten EP wurde nun genau so viel Herzblut, musikalisches Gespür und technisches Knowhow investiert. Als Soundengineer konnte Andrea Gobbi aus Belfast gewonnen werden, der unter anderem für die Alben von Ímar, Talisk, Hamish Napier und Treacherous Orchestra verantwortlich zeichnet. Herausgekommen sind gut dreißig Minuten energiegeladener traditioneller irischer Musik, die sich auch aufgrund der vielen Eigenkompositionen in einer erfrischend modernen Form präsentiert.

Aus der Feder von Graham Moore stammt der Song „Tom Paine’s Bones“. Er beschäftigt sich mit dem Schicksal von Thomas Paine, den wir heute als einen der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika kennen. „No Spuds“ beschäftigt sich augenzwinkernd mit der Frage, warum hierzulande denn nie Pommes zur Lasagne gereicht werden, eine Praxis, die in Irland ganz normal ist. Im Fokus stehen bei diesem Set die Uilleann Pipes, meisterhaft gespielt vom Asturier Borja Baragaño.

„The Stranmillis Fox“ liefert mit der Textstelle „when the city sleeps“ den Titel des Albums. Wie oft wechselt man wirklich die eigene Perspektive? Welche Erfahrungen entgehen uns im alltäglichen Leben, wenn wir nicht offen sind – anders als der junge Fuchs, der durch seine gewohnte Umgebung streift und diese jedesmal in einem ganz neuen Licht sieht? Dieser Song versetzt den Zuhörer in die Lage eben jenes Fuchses und nimmt uns mit auf seine Entdeckungsreise durch die Stadt Belfast. Mit „Willie’s“ zeigt die Band erneut ihre atemberaubende Weiterentwicklung der vergangenen anderthalb Jahre. Fans ist das Stück bereits von einem der ersten Musikvideos des Sechsergespanns bekannt; für diese EP wurde der Track nun komplett neu aufgenommen und gemischt. Es gibt Tage, an denen scheint einfach nichts so recht zu gelingen. Einen Lösungsvorschlag für solche Situationen liefert Andrew Cadie mit seinem Song „Keep Hauling“. Mit der Entscheidung, ein Sea-Shanty mit einem Swing-Rhythmus zu unterlegen, interpretieren Larun dieses Stück auf gekonnte Weise neu. Ein Publikumsfavorit bei Live-Shows ist „The Last Polar Bear“, der regelmäßig die Feuerzeuge und Smartphones aufleuchten lässt. Bei dieser Komposition aus der Feder von Stefan Decker zeigt die Festivalband, dass ihr auch gefühlvolle Klänge wie auf den Leib geschneidert sind. Der hier vertonte letzte Eisbär steht symbolisch für die aktuellen globalen Klimaveränderungen. Die „arktische“ Stimmung, die dabei in der Albumversion aufgebaut wird, ist beeindruckend und fesselnd. Bei „Aurora“ zieht das Sextett zum Abschluss der EP noch einmal alle Register. Gekonnt werden zwei Kompositionen von Hamish Napier und Stefan Decker verbunden. Larun zeigen hier einmal mehr, warum sie auf den hiesigen Musikfestivals bereits ein Jahr nach dem Bühnendebüt ein gefeierter Publikumsmagnet sind.

Veranstalter: TUFA e.V.? | Eintritt: VVK: 14/16 € inkl. Geb. | AK: 16/18 €

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