Julia Vikman zu Gast in der TUFA Trier
Veranstaltungsort
Small HallDatum & Uhrzeit
08.10.2026
20:00 o'clock
Über die Veranstaltung
Es gibt eine Musiktradition, die im Westen zu selten zu hören ist: der osteuropäische Chanson. Lieder von Poeten und Komponisten, die — wie einst Jacques Brel oder Édith Piaf — ganze Generationen mit wenigen Akkorden und einem ehrlichen Wort bewegt haben. Die Sängerin, Pianistin und Gitarristin Julia Vikman macht diese Tradition lebendig. Ihr Programm vereint die unvergesslichen Melodien der polnischen Ikone Anna German, die leidenschaftliche Tiefe Czesław Niemens, die poetische Melancholie Bulat Okudschawas — dem Liedermacher und Poeten, den man im Osten kennt wie Jacques Brel im Westen — die authentische bardische Kraft Zhanna Bichevskayas sowie ausdrucksstarke Lieder Wladimir Wyssozkis. Darunter finden sich Melodien, die man im Westen längst kennt und liebt: „Schwarze Augen“ (u. a. in der Interpretation des großen deutschen Baritons Hermann Prey), die Originalversion des Welthits „Those Were the Days“ — eine alte russische Romanze, die bereits Alexander Vertinsky in den 1920er Jahren sang und die 1968 von Mary Hopkin unter der Produktion von Paul McCartney auf Platz 1 der europäischen Charts gebracht wurde —, „Herz im Schnee“ von Mikael Tariverdiev (einem Komponisten, den man im Westen oft mit Ennio Morricone vergleicht), Romanzen auf Verse von Rudyard Kipling („Die Zottelige Hummel“ / „Мохнатый шмель“) sowie „Launische Pferde“ („Кони привередливые“) von Wladimir Wyssozki, bekannt aus dem Hollywood-Film „White Nights – Die Nacht der Entscheidung“ (1985) von Taylor Hackford mit Mikhail Baryshnikov in der Hauptrolle. Julia Vikman trägt diese Lieder mit tiefer Authentizität. Mit deutsch-polnischschwedischen Wurzeln, klassischer Klavierausbildung an der Musikakademie und als Tochter des Operndirektors Paweł Vikman, der Bulat Okudschawa persönlich kannte und seine Konzertreisen begleitete, steht sie fest in dieser europäischen Tradition. Sie stand bereits auf einer Bühne mit polnischen Legenden wie Maryla Rodowicz, Budka Suflera und Czerwone Gitary und war langjähriger Gast der internationalen Okudschawa-Festivals in Polen. Ihre Alben „Weiße Rosen“ („Bielyje Rozy“), „Balladen und Romanzen“ („Ballady i Romanse“), „Balladen und Romanzen II“ sowie das Autorinnen-Album „The Autumn Dreams“ zeugen von ihrer künstlerischen Bandbreite — zwischen tiefer Tradition, eigener Komposition und persönlicher Interpretation. In der intimen Atmosphäre der Tufa Trier entsteht ein Abend der stillen, ehrlichen Töne — über Liebe, Sehnsucht, Freundschaft, Verlust und Hoffnung. Ein Kammerkonzert, das lange nachklingt. Copyright: Jakub Szkudlarski - logomotiv.eu Kleiner Saal | Veranstalter: Julia Vikman Eintritt: Tickets ab 20,55/23 €











