DER TOD UND WIR

Ein Projekt der TUFA Trier und des Hospiz Trier

„Death is a very dull, dreary affair, and my advice to you is to have nothing whatsoever to do with it.” / „Der Tod ist eine trübselige Angelegenheit, und ich rate Ihnen, sich auf keinen Fall darauf einzulassen.”

– William Somerset Maugham

Sterben, Tod und Trauer in Kultur und Gesellschaft

Ist der Tod wirklich eine trübselige Angelegenheit, auf die man sich keinesfalls einlassen sollte, so wie William Somerset Maugham es sieht? Nein, im Gegenteil. Sterben, Tod und Trauer verdienen als unumgängliche Bestandteile des Le­bens gerade besondere Aufmerk­samkeit. So sind Sterben, Tod und Trauer vor allem aufgrund ihrer individuellen und gesellschaftlichen, aber auch allgemein kulturellen Bedeutung ein Thema, dem sich das Hospiz Trier und die TUFA mit einer Veranstaltungsreihe gemeinsam widmen möchten. Ziel ist es, einer umfassenden gesell­schaftlichen, kulturellen und künstlerischen Aus­einandersetzung mit dem Themenkomplex einen Raum zu geben.

In Kooperation mit der Stadt Trier soll es bei dem über mehrere Jahre angelegten Projekt kulturelle Angebote verschiedener Genres geben, die sich künstlerisch mit der Thematik beschäftigen, von der Ausstellung über Theater und Poetry Slams. Ergänzend dazu wird es auch fachliche Vorträge und Diskussionsrunden geben, die den Diskurs weiter anregen sollen.

La Mode et la Mort
Tod, Sterben und Trauer in Kultur und Gesellschaft

Freitag | 24.04.2021 || 18:00 Uhr ||| Vernissage
Ausstellung 1. OG | Veranstalter: TUFA e.V.| Eintritt frei
Ausstellungsdauer: 24.04. bis 16.05.2021

Anlässlich der Veranstaltungsreihe „Tod, Sterben und Trauer in Kultur und Gesellschaft“ des Hospiz Vereins Trier und der TUFA, setzte sich, unter der Betreuung von Dipl. Des. Elvira Kempf, das erste Semester der Hochschule Trier im Studiengang Modedesign mit dem Thema Tod, Sterben und Trauer auseinander.

Typische Symbole und Zitate wurden in die Outfits subtil eingearbeitet. Neben der gestalterischen Aufgabe und der experimentellen Auseinandersetzung mit Origami- und Faltentechniken ging es bei diesem Projekt um die Entwicklung eines individuellen modischen Ausdrucks. Dies spiegeln die Outfits wieder.

Berücksichtigt wurde die Historie, dass sich Frauen Jahrhundertelang nach dem Tod eines Angehörigen in schwarze Kleidung hüllten. Vom unförmigen Trauer-Umhang entwickelte sich die Trauerkleidung hin zu immer raffinierteren Gewändern.

Weil im christlichen Abendland die Farbe schwarz mit dem Tod verbunden wurde, kleidete man sich in diese lichtlose Farbe. Für die Trauerzeit begrub man sich im wahrsten Sinne des Wortes unter den Gewändern. Geblieben ist, dass man zur Beerdigung schwarz trägt.

COPYRIGHT FOTO: Saskia Schäfer (Fotografiestudentin an der University of Applied Sciences Europe UE in Berlin)

Ausstellung Architektur

‚Der Tod und Wir‘ im internationalen Kontext
Ausstellungsprojekt der Studierenden des Fachbereichs Architektur

Seminar Master WS 2020/21 – Leitung Prof. Dr. Matthias Sieveke und Prof. Andrea Wandel

Freitag | 24.04.2021 || 19:00 Uhr ||| Vernissage
Ausstellung 2. OG | Veranstalter: TUFA e.V.| Eintritt frei
Ausstellungsdauer: 24.04. bis 16.05.2021

Der Umgang mit Verstorbenen und einer angemessenen Erinnerungskultur unterscheidet sich im religiösen, aber auch internationalen Kontext. Die Bestattungskultur in Deutschland und in Europa ist schon seit einigen Jahrzehnten tiefen Veränderungen unterworfen. Traditionelle Bestattungsformen weichen immer mehr individualisierten und pluralisierten Formen der Beisetzung mit verschiedensten Kombinationen neuer Rituale. In der Vielfalt des Umgangs mit Tod und Sterben spiegelt sich der soziokulturelle Wandel einer Gesellschaft wieder, die von digitalen Medien beeinflusst und zunehmender Mobilität und Individualität geprägt ist. Anonyme Bestattungen, Naturbestattungen oder überhaupt pflegefreie Grabstätten stehen immer mehr im Fokus.

Das hat Auswirkung auf jedem Gebiet dieser Kultur, auf die Gebäude, angefangen bei den Kirchen, über die Leichenhallen bis hin zu den Krematorien, auf die Friedhöfe, die unterschiedlichste Grabformen anzubieten und unterschiedliche Beerdigungsformate zu ermöglichen haben. Kommunen müssen sich Gedanken über die Modernisierung von Friedhofsordnungen machen, müssen landschaftsgärtnerische Konzepte entwickeln, und demnächst auch klimaneutral agieren und nachhaltigen Anforderungen entsprechen.

 Die Studierenden beschäftigten sich nicht nur mit den kulturgeschichtlichen Hintergründen, sondern erarbeiteten Objekt- und Raumkonzepte, die einer zeitgemäßen Bestattungskultur gerecht werden.

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